Tag 3 unserer Reise begann mit einem enttäuschten Blick nach draußen. Regen! Regen im heiligen Land. Also Zeit für das Alternativprogramm. Zunächst das obligatorische Frühstück im "Boudin" am Wharf, danach mit dem Taxi in die Folsom Street zu "Sports Authority". Zweck unseres Besuches dort: Regenklamotten für heute und morgen, sowie passende Schuhe für unseren fußkranken Sebastian. Regenklamotten haben wir zwar nicht gekauft, dafür anderes allerlei unnützes Zeug, aber als wir den Laden wieder verließen, hatte es sowieso aufgehört zu regnen und der Himmel klarte auf über der Bucht.
Zurück zur Wharf mit dem Taxi und dann ab zu Pier 33. Ein Ausflug zur Gefängnisinsel Alcatraz stand auf dem Programm. Und das war wahrlich ein Programmpunkt der Extraklasse. Die Bootstour zur Insel war schon ein besonderes Bonbon, der Blick auf die Skyline von San Francisco atem beraubend. Aber die Tour über die Insel stellte sogar dieses visuelle Schmankerl in den Schatten. Packend erzählte Gefängnisgeschichte, beklemmende Atmoshäre, nervenzehrende Rundgänge und Ansichten. Absolut empfehlenswert.
Zurück an Land verzogen sich die Herren Haas (fußkrank) und Dommermuth (faul) zurück auf das Hotelzimmer. Ich, als bekanntes Urlaubs-Duracell-Häschen, machte mich auf nach Downtown SF, um die am Tag zuvor erworbene Geldbörse gegen eine ebensolche mit Kleingeldfach umzutauschen. Den Hinweg habe ich mit der Cabel-Car erledigt. Einfach weltklasse. Rattern und knatternd zieht sie ihre Wege die Hügel von SF hinauf, handgebremst, besser als die Achterbahn im Wildpark Klotten. Die Innenstadt selbst stand ganz im Zeichen des Halloween Abends. Lauter Verkleidete und andere lustige Gestalten. Nach einem kurzen Aufenthalt bei Hollister und Borders dann der Weg zurück.
Allerdings diesesmal nicht mit der Cable-Car, sondern per pedes. Langsam legte sich auch die Dunkelheit über die Stadt und enthüllte neue, unbeschreibliche Ansichten und Perspektiven. Der Blick von der California Street über die Transamerica Pyramid hinweg zur Oakland-Bay-Bridge: einfach unbezahlbar.
Verlaufen habe ich mich auf dem Rückweg natürlich auch, manchmal frage ich mich, warum ich mich nicht auch in meiner eigenen Wohnung verlaufe. Aber geärgert habe ich mich nicht. Im Gegenteil. Der Spaziergang durch die Vororte von San Francisco, hügelauf-hügelab, hat für all die zusätzlichen Mühen entschädigt.
Diese Stadt muss man erleben, atmen, riechen, schmecken, fühlen, im wahrsten Sinne des Wortes, er-LEBEN.
Jetzt wird eine Runde geschlafen, Chio sägt schon wie ein Waldarbeiter. Morgen geht es nach Berkeley zum Spiel.
DIE REISENDEN
Freitag, 31. Oktober 2008
Donnerstag, 30. Oktober 2008
Tag 2 und das Latschen geht weiter
Nach dem ich mich erst jetzt von dem feigen hinterlistigen Angriff der Mistmöwe erholt habe. Besuchten wir heute wieder den Tatort um mein Möwentrauma zu bewältigen.
Denn heute war Extremshopping in Frisco angesagt, also stiegen wir wieder unseren überteuerten offnen Doppeldeckerbus ein, und fuhren vom Pier 39 in die Marketstreet um dort unsere kleinen Einkaufstrip zu beginnen.
Das Problem war nur das wir nur sehr Preisintensive Sachen angeboten bekommen haben, die wir als über die Grenzen bekannten Schnäppchen Jäger natürlich mit Verachtung gestraft haben.
Und so latschten wir wieder durch die Straßen von San Francisco um nach dem Sportgeschäft der Sportgeschäfte zu suchen, ich glaube wir sind dabei wieder über 10km gelaufen und haben es nicht gefunden.
Ziemlich gefrustet und mit müden Beinen machten wir uns dann auf den Weg mal was zwischen die Kiemen zu bekommen, das ist bei 3 Herren auch nicht immer so einfach, und so waren wir noch mal 3km unterwegs bevor wir uns einig wurden.
Naja in Chinatown waren wir auch aber da gibt es nur Nippes.
Zum Schluss noch ein kleiner Tipp von mir, falls Ihr euch mal in den Staaten eine Geldbörse kaufen solltet dann achtet darauf das, dass edle Teil auch ein Münzfach hat.
Kann man sich einen Haufen Ärger sparen.
Oder fragt einfach einen der davon Ahnung hat.
Day One
So, kurzer Report von unserem ersten Tag in San Francisco. Er begann recht früh, trotz des anstrengenden Fluges waren wir schon um 8 Uhr auf den Beinen. In wenigen Minuten waren wir von unserem Hotel an der Columbus Avenue am Fisherman´s Wharf. Dort war es um diese unchristliche Uhrzeit noch sehr ruhig, trotzdem stank es schon deftigst nach Fisch. Am Pier 39 haben wir einen Blick auf die faulsten Seehunde westlich des Mississippi werfen dürfen. Langsam klarte es dann auf, der Nebel verzog sich und ein strahlend blauer Himmel zeigte sich.
Unser frühmorgenlicher Spaziergang führte dann direkt an den Piers vorbei, unter der gewaltigen Oakland Bay Bridge hindurch zum AT&T Knüppelballstadion. Dort haben wir dann ein kleines Päuschen eingelegt und uns wie die dicken Seehunde vom Pier 39 in der Sonne gewälzt.

Zurück im gemütlichen Tempo (Herr Dommermuth war schon wieder in leichter Unlust ob unserer Wanderslust) über den Telegraph Hill und den Coit Tower (Weltklasse Aussicht über die San Francisco Bay), vorbei am "Wild Parrots Tree" und der best gelegensten Elementary School wieder zum Wharf zurück. Dort haben wir uns von einem Alt-Hippie ("schönes Fröllein") ein Bus Ticket aufschwatzen lassen, mit dem man die besten Sehenswürdigkeiten per Bus erkunden kann. Vorher wollte sich Chio noch mit etwas frischem Fisch stärken. Ein leckeres Fischbrötchen sollte es sein.
Herr Haas und ich zogen hingegen etwas gesünderes vor (Sandwiches und Softdrinks vom 7 Eleven) und waren daher schon früher am Bus zurück. Herr Dommermuth kam nach einer Weile angestürmt und war total aufgebracht. Er sei, so stammelte er, gerade eben überfallen worden.
Eine Gruppe marodierender Power-Möwen habe sich auf ihn gestürmt und ihm das soeben erworbene Fischbrötchen aus der Hand gerissen! Der Anführer der Mövenbande habe ihm noch gedroht, dass er sich dort nicht mehr blicken lassen solle. Unten ein Bild vom Chef des Mobs:
Unser frühmorgenlicher Spaziergang führte dann direkt an den Piers vorbei, unter der gewaltigen Oakland Bay Bridge hindurch zum AT&T Knüppelballstadion. Dort haben wir dann ein kleines Päuschen eingelegt und uns wie die dicken Seehunde vom Pier 39 in der Sonne gewälzt.
Zurück im gemütlichen Tempo (Herr Dommermuth war schon wieder in leichter Unlust ob unserer Wanderslust) über den Telegraph Hill und den Coit Tower (Weltklasse Aussicht über die San Francisco Bay), vorbei am "Wild Parrots Tree" und der best gelegensten Elementary School wieder zum Wharf zurück. Dort haben wir uns von einem Alt-Hippie ("schönes Fröllein") ein Bus Ticket aufschwatzen lassen, mit dem man die besten Sehenswürdigkeiten per Bus erkunden kann. Vorher wollte sich Chio noch mit etwas frischem Fisch stärken. Ein leckeres Fischbrötchen sollte es sein.
Herr Haas und ich zogen hingegen etwas gesünderes vor (Sandwiches und Softdrinks vom 7 Eleven) und waren daher schon früher am Bus zurück. Herr Dommermuth kam nach einer Weile angestürmt und war total aufgebracht. Er sei, so stammelte er, gerade eben überfallen worden.
Eine Gruppe marodierender Power-Möwen habe sich auf ihn gestürmt und ihm das soeben erworbene Fischbrötchen aus der Hand gerissen! Der Anführer der Mövenbande habe ihm noch gedroht, dass er sich dort nicht mehr blicken lassen solle. Unten ein Bild vom Chef des Mobs:
Dienstag, 28. Oktober 2008
Sind gelandet
Wir sind gelandet! Nach unheimlich langen 10 Stunden bis Dallas und dann noch einmal 3,5 Stunden von Dallas nach San Francisco sind wir nun endlich in unserem Hotel an der Fishermans Warf angekommen.
Wir fragen uns jetzt immer noch wie ein Mensch einen 15+ Stunden Flug aushalten kann. Die 14 Stunden haben uns auf jeden Fall gereicht!
Jetzt gehen wir gleich noch was leckeres Essen und natürlich läuft auch schon Football im Fernsehen!
ESPN2 zeigt gerade Marshall gegen Houston!
Näheres kommt dann morgen! :-)
Sonntag, 26. Oktober 2008
Noch zwei Tage
Die Zeit rast. Noch zwei Tage dann stehen wir schon am Schalter und bekommen unsere Sitzplätze in der hintersten Ecke eines Jumbo-Jets zugewiesen. Mal schauen, ob ich meine alte Bundeswehr Uniform mitnehme und als Hauptgefreiter der Herzen mal ratz, fatz ein Upgrade in die Business-Class bekomme oder wenigstens einen sitz vor den Notausgängen beziehen darf. Ich fürchte aber, das wird wieder unseren Freunden von der AirBase vorbehalten sein.
Gestern habe ich dann endlich mal ein paar Euronen in den mächtigen Dollar umgewechselt. Einziger Wehrmutstropfen unserer Reise: der Dollar ist wieder mächtig stark. 1,22 war gestern der Umtauschkurs, ich kann mich an Zeiten erinnern, da kratzte er mächtig an der 1,50. Nun gut, gibt es halt ein, zwei T-Shirts weniger, davon lassen wir uns "de spass net verderbe".
Gepackt habe ich nicht, denke, das wird in 4 Minuten über die Bühne zu bringen sein; was ich vergessen habe, wird einfach vor Ort gekauft ;-)
Gestern habe ich dann endlich mal ein paar Euronen in den mächtigen Dollar umgewechselt. Einziger Wehrmutstropfen unserer Reise: der Dollar ist wieder mächtig stark. 1,22 war gestern der Umtauschkurs, ich kann mich an Zeiten erinnern, da kratzte er mächtig an der 1,50. Nun gut, gibt es halt ein, zwei T-Shirts weniger, davon lassen wir uns "de spass net verderbe".
Gepackt habe ich nicht, denke, das wird in 4 Minuten über die Bühne zu bringen sein; was ich vergessen habe, wird einfach vor Ort gekauft ;-)
Mittwoch, 22. Oktober 2008
Noch 5 Tage,
Montag, 20. Oktober 2008
Noch eine Woche
Dienstag, 14. Oktober 2008
Mittwoch, 1. Oktober 2008
Bingo!
Bingo! Jackpot geknackt. Sebastian hatte die gute Idee nach dem Schimmel-Schuppen-Debakel es mal mit "Hotwire.com" zu versuchen. Dort bieten große Hotelketten ihre Kontigente zu recht günstigen Konditionen an. Einziger Nachteil bei der Geschichte: Man erfährt erst nach der Reservierung und Bezahlung, was man genau gebucht hat. Festlegen kann man zunächst nur den Reisezeitraum und die ungefähre Gegend des Hotels und bekommt dann eine Auswahl an möglichen Unterkünften präsentiert. So eine Art Hotel-Bingo-Lotto eben. Aber da wir drei ja über die Landesgrenzen hinaus als Zocker bekannt sind, haben wir uns darauf eingelassen und natürlich direkt abgeräumt.
So dürfen wir nun ab dem 28.10.2008 für sechs Übernachtungen im edlen und überaus renomierten Holiday Inn @ Fisherman´s Wharf (http://www.holidayinn.com/h/d/hi/394/de/hd/sfofw) residieren. Besser gehts nicht. Super gelegen, direkt an den schönsten Zielen der Stadt. Vom Holiday Inn Fisherman’s Wharf Hotel aus sind viele der aufregenden Attraktionen von San Francisco zu Fuß zu erreichen. Darunter: Pier 39, die Anlegestellen der Alcatraz- und Bay Cruise-Fähre entlang der Embarcadero sowie der Ghirardelli Square. Die Cable Car und die historischen Trolleys bieten eine bequeme Fahrt nach Downtown San Francisco Union Square, zum Financial District und Moscone Center und nach Chinatown.
Trotzdem ruhig in einer Seitenstraße verortet und, zumindestens wenn man den Bewertungen der anderen Hotelgäste Glauben schenken darf, sauber und ohne nächtlichen Nagerbesuch. Mit den Holiday Inn´s hatten wir auch letztes Jahr immer nur die besten Erfahrungen gemacht, von daher ideal. Ist im übrigen ja auch ein echtes "Inn" und kein "Express", wir werden wie die Fürsten wohnen. Und das ist auch nötig. Denn neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten steht natürlich auch wieder der ein oder andere Abend mit Croissants, Soft Drinks, Erdnuss M&Ms und College Football auf ESPN, ESPN2, ABC, NBC, FOX oder wo sonst noch, auf dem Programm. Und da will man es doch gemütlich haben ;-)
Habe dann direkt auch mal direkt beim Hotel nach den Preisen geschaut. Etwas vergleichbares in diesem Zeitraum kostet normalerweise pro Nacht ab 279 USD....wir haben für 129 USD zugeschlagen ;-D
So dürfen wir nun ab dem 28.10.2008 für sechs Übernachtungen im edlen und überaus renomierten Holiday Inn @ Fisherman´s Wharf (http://www.holidayinn.com/h/d/hi/394/de/hd/sfofw) residieren. Besser gehts nicht. Super gelegen, direkt an den schönsten Zielen der Stadt. Vom Holiday Inn Fisherman’s Wharf Hotel aus sind viele der aufregenden Attraktionen von San Francisco zu Fuß zu erreichen. Darunter: Pier 39, die Anlegestellen der Alcatraz- und Bay Cruise-Fähre entlang der Embarcadero sowie der Ghirardelli Square. Die Cable Car und die historischen Trolleys bieten eine bequeme Fahrt nach Downtown San Francisco Union Square, zum Financial District und Moscone Center und nach Chinatown.
Trotzdem ruhig in einer Seitenstraße verortet und, zumindestens wenn man den Bewertungen der anderen Hotelgäste Glauben schenken darf, sauber und ohne nächtlichen Nagerbesuch. Mit den Holiday Inn´s hatten wir auch letztes Jahr immer nur die besten Erfahrungen gemacht, von daher ideal. Ist im übrigen ja auch ein echtes "Inn" und kein "Express", wir werden wie die Fürsten wohnen. Und das ist auch nötig. Denn neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten steht natürlich auch wieder der ein oder andere Abend mit Croissants, Soft Drinks, Erdnuss M&Ms und College Football auf ESPN, ESPN2, ABC, NBC, FOX oder wo sonst noch, auf dem Programm. Und da will man es doch gemütlich haben ;-)
Habe dann direkt auch mal direkt beim Hotel nach den Preisen geschaut. Etwas vergleichbares in diesem Zeitraum kostet normalerweise pro Nacht ab 279 USD....wir haben für 129 USD zugeschlagen ;-D
Obdachlos...zumindestens bis auf Weiteres
Hatte ich im vorherigen Eintrag etwas von "so schlimm wird es wohl nicht werden" geschrieben? Nun gut, dann hätte Herr Haas besser mal nicht nach dem Schuppen googlen sollen, denn was die Gäste dieser Residenz so geschrieben haben, war wirklich haarsträubend. Aber lest selbst einen kleinen Auszug aus den Bewertungen anderer Hotelgäste:
Wie auch andere Beurteilungen schon beschreiben, sind in den Zimmerwänden Löcher und Lücken, die von Mäusen genutzt werden um zwischen den Zimmern hin und her zu springen. Eine Maus habe ich gesehen als ich nach dem Rascheln an einer Tüte das Licht angemacht habe und die Maus darauf hin über den Tisch hinter den Schrank verschwunden ist!
Vom Hotel waren wunderschöne Bilder auf der Internetseite hotels.com zu sehen und wir hatten es deshalb ausgesucht. Das Hotel war aber sehr dreckig, die Wanne war bis oben hin mit verdrecktem Wasser gefüllt. Die Lage war ziemlich laut und das Hotel war im Ganzen so dreckig, dass es noch nicht einmal für eine Nacht ausreichend war.
Wir haben uns jetzt auf jeden Fall entschieden, den Schimmel-Schuppen zu storniern und uns eine andere Bleibe in San Francisco oder Berkeley zu suchen. Auch wenn es ein paar Dollar mehr kosten sollte, aber auf nächtlichen Nagerbesuch kann ich getrost verzichten.
Sebastian hat auch direkt mit einer Alternative aufgewartet: das LaLuna Inn in der Lombard Street. Hört sich zwar für mich an wie ein Edel-Bordell, aber die Bewertungen im Internet sind ganz positiv. Laut soll es zwar sein, dafür aber kein Wort von Wanzen, Schimmel oder Mäusen. Das ist schon mal viel wert.
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